Kaspersky erobert den deutschen AV-Markt
Im hart umkämpften Antivirus-Teilmarkt ist wenig Platz für die kleineren Hersteller. Dies offenbart die ama-Befragung zu den in Deutschland installierten Antivirus-Lösungen. Denn 5.000 der insgesamt 6.252 angewendeten Antivirus-Produkte stammen aus dem Hause eines der großen Hersteller. Das bedeutet: Die sechs größten Anbieter Trend Micro, McAfee, Symantec, Kaspersky und ferner Avira und Sophos halten gemeinsam 80 Prozent aller Installationen in deutschen Anwenderunternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten. Und die kleineren, nicht separat ausgewiesenen, Anbieter verlieren weitere Installationen. Im Verhältnis zum eigenen Bestand reduziert sich ihr Anteil um fünf Prozent.

Insbesondere die kleineren Hersteller unter den großen Sechs, legten kräftig zu. Avira und Sophos konnten im ermittelten Wechselzeitraum jeweils netto 52 Installationen von anderen Anbietern abziehen. In Relation zu den von ama festgestellten, von Avira bei Anwenderunternehmen insgesamt installierten, AV-Lösungen entspricht das einem Zuwachs von 11,9 Prozent beziehungsweise 12,1 Prozent. Größter Gewinner ist jedoch der russische Hersteller Kaspersky.

Die ama-Wanderungsanalyse bescheinigt Kaspersky besonderen Erfolg in kleineren bis mittelgroßen Unternehmen. (Mehr Einzelheiten dazu finden Sie im ama:WhitePaper “Antivirus”) Das Unternehmen gewinnt insgesamt 168 Installationen hinzu, wobei der Hersteller gut ein Drittel davon der Gruppe der kleineren sonstigen Hersteller abzieht. Vor allem die Kunden von Symantec konnte Kaspersky von sich überzeugen. Im Verhältnis zum eigenen Bestand konnte das russische Unternehmen einen Gesamtzuwachs von 17,7 Prozent einstreichen. Kaspersky ist mittlerweile auf dem deutschen Markt allseits bekannt und überzeugt immer mehr Anwenderunternehmen von dessen Endpoint-Security-Lösungen. Gute Testergebnisse dürften ihren Teil zum Erfolg beigetragen haben.
Hinweis zur Datenquelle:
ama erhebt seit 20 Jahren die IT-Strukturen von ITK-Anwenderunternehmen, die insbesondere ITK-Anbieterunternehmen für Marketing und Vertriebsunterstützung nutzen können. Die dabei entstandene Basis von derzeit rund 43.000 Profilen nutzen wir von ama für Analysezwecke und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Markttransparenz. In die Marktanalyse “Security” sind die Erkenntnisse aus insgesamt 5.900 Telefoninterviews, die wir im Zeitraum März bis November 2011 – jeweils in Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern – durchführten, eingeflossen.









